Höhle & Natur Fränkische Schweiz

Teufelshöhle bei Pottenstein

Pottenstein · Landkreis Bayreuth

Die Teufelshöhle bei Pottenstein ist die größte der rund 1.000 Höhlen der Fränkischen Schweiz. Auf der Führung geht es rund 800 Meter und 407 Stufen durch Kuppelsaal, Barbarossadom und Riesensaal, vorbei an Tropfsteinen und den Knochen eiszeitlicher Höhlenbären. Drinnen herrschen ganzjährig neun bis zehn Grad, das macht die Höhle zum verlässlichen Ziel bei Hitze und bei Regen.

ArtKarsthöhle im Dolomit
Gesamtlängerund 3.000 m
Führungca. 800 m, 45 Minuten
Temperaturganzjährig 9 bis 10 °C

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 3.000 Meter Gesamtlänge, davon etwa 800 Meter auf der Führung begehbar
  • Führung dauert etwa 45 Minuten und umfasst 407 Stufen
  • Ganzjährig 9 bis 10 Grad und rund 95 Prozent Luftfeuchtigkeit
  • Skelettfunde des eiszeitlichen Höhlenbären direkt in der Höhle zu sehen
  • Eines der breitesten Höhlenportale Deutschlands, 25 Meter breit und 14 Meter hoch

Was dich in der Teufelshöhle erwartet

Der Eingang ist schon der erste Höhepunkt: Mit 25 Metern Breite und 14 Metern Höhe gehört das Portal der Teufelshöhle zu den größten Höhleneingängen Deutschlands. Dahinter beginnt ein System aus Gängen und Hallen, das insgesamt rund 3.000 Meter misst. Etwa 1.700 Meter davon sind als Schauhöhle ausgebaut, rund 800 Meter davon werden auf der regulären Führung begangen.

Die Höhle entstand als Karsthöhle im Dolomitgestein der Fränkischen Alb. Auf dem Weg passierst du drei große Hallen: den Kuppelsaal, den Barbarossadom und den Riesensaal. Namensgebend sind Tropfsteinformationen wie der “Kaiser Barbarossa” und der “Riese Goliath”, die über Jahrtausende aus kalkhaltigem Sickerwasser gewachsen sind.

Höhlenbären und Höhlenlabor

Die Teufelshöhle ist nicht nur landschaftlich, sondern auch wissenschaftlich bedeutend. Bei den Grabungen wurden Knochen und Skelettreste von rund 80 eiszeitlichen Höhlenbären gefunden, von denen ein Teil in der Höhle ausgestellt ist. Seit 1971 befindet sich hier zudem ein Höhlenlabor, seit 1986 wird ein Teil der Höhle für Speläotherapie bei Atemwegserkrankungen genutzt.

Erschlossen wurde die Höhle ab 1922 durch Hans Brand. Der erste Abschnitt öffnete im August 1923, der vollständige Rundweg zu Pfingsten 1931. Mit über 150.000 Besuchern im Jahr zählt sie heute zu den meistbesuchten Schauhöhlen Europas.

Was du mitbringen solltest

Die wichtigste Vorbereitung ist die einfachste: warm anziehen. Bei ganzjährig 9 bis 10 Grad und sehr hoher Luftfeuchtigkeit wird es im T-Shirt schnell ungemütlich, gerade weil man auf der Führung immer wieder steht. Feste Schuhe mit griffiger Sohle sind wegen der feuchten Stufen sinnvoll, Sandalen sind es nicht.

Die 407 Stufen sind der begrenzende Faktor. Wer nicht gut zu Fuß ist, sollte den Besuch realistisch einschätzen; barrierefrei ist die Höhle nicht.

Teufelshöhle mit einer Wanderung verbinden

Der klassische Kombitag: Höhlenführung am Vormittag, danach die Runde durch das Weihersbachtal zum Weihersbacher Männchen, die direkt an der Höhle vorbeiführt und zusätzlich Schöngrundsee und Schüttersmühle mitnimmt. Wer mehr Fels will, fährt weiter nach Muggendorf zum Mehlbeerensteig.

Mehr Ziele in der Umgebung findest du auf unserer Regionenseite zur Fränkischen Schweiz und im Artikel über Outdoor-Aktivitäten in Franken.

Preise und Öffnungszeiten

Eintrittspreise, Führungszeiten und Saisonzeiten geben wir hier bewusst nicht wieder: Sie ändern sich jedes Jahr, und eine veraltete Zahl auf einer Reiseseite hilft niemandem. Die aktuellen Angaben stehen bei der Stadt Pottenstein als Betreiberin.

Anfahrt und Parken

  • Mit dem Auto: Pottenstein liegt an der B 470 zwischen Forchheim und Pegnitz. Von der A 9 kommend über die Ausfahrt Pegnitz, von der A 73 über Forchheim und das Wiesenttal.
  • Mit Bahn und Bus: Nächster Bahnhof ist Pegnitz an der Strecke Nürnberg - Bayreuth, von dort weiter mit dem Bus nach Pottenstein.
  • Parken: Direkt an der Höhle gibt es einen Besucherparkplatz; an starken Ausflugstagen füllt er sich früh. Alternativ steht der Wanderparkplatz Weihersbachtal an der B 470 zur Verfügung.
Übernachten in der Nähe

Unterkünfte rund um Pottenstein

Wer den Ausflug mit einer Übernachtung verbindet, sieht hier freie Unterkünfte in der Umgebung mit tagesaktuellen Preisen.

Wo wohnen: Fränkische Schweiz →

Unterkünfte in Pottenstein auf der Karte

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Kurz beantwortet

Teufelshöhle Pottenstein - häufige Fragen

Wie lange dauert die Führung durch die Teufelshöhle?

Die reguläre Führung dauert rund 45 Minuten und führt über etwa 800 Meter durch die Höhle. Für Anfahrt, Warten auf die nächste Gruppe und den Weg vom Parkplatz solltest du insgesamt gut zwei Stunden einplanen.

Wie kalt ist es in der Teufelshöhle?

In der Höhle herrschen ganzjährig 9 bis 10 Grad bei rund 95 Prozent Luftfeuchtigkeit. Auch im Hochsommer gehört eine Jacke deshalb zur Grundausstattung, dazu feste Schuhe mit Profil, weil die Stufen feucht sind.

Ist die Teufelshöhle mit Kindern machbar?

Ja. Die Wege sind ausgebaut und beleuchtet, die Führung ist auf Familien ausgelegt. Zu bedenken sind die 407 Stufen: Für Kinder, die noch getragen werden müssen, ist das anstrengend, ein Kinderwagen lässt sich in der Höhle nicht nutzen.

Sind Hunde in der Teufelshöhle erlaubt?

Für Schauhöhlen gelten in der Regel eigene Regeln zur Mitnahme von Hunden, und sie ändern sich. Frag vor dem Besuch direkt bei der Stadt Pottenstein nach, statt dich auf Angaben Dritter zu verlassen.

Was kann man in Pottenstein noch machen?

Pottenstein bündelt auf engem Raum mehrere Ziele: die Sommerrodelbahn, den Schöngrundsee, die Burg Pottenstein über dem Ort und das Weihersbachtal mit dem Felsen Weihersbacher Männchen. Ein Tag reicht gut für Höhle plus eine Talwanderung.