Museum Steigerwald

Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim

Bad Windsheim · Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim

Das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim ist eines der größten Freilichtmuseen Deutschlands. Auf 45 Hektar stehen mehr als 120 historische Gebäude, die an ihrem ursprünglichen Standort abgebaut und hier wieder errichtet wurden: Bauernhöfe, Mühlen, ein Kommunbrauhaus, eine Dorfkirche, ein Schulhaus und Bauten des 20. Jahrhunderts. Für die Runde durch alle Baugruppen braucht man einen halben bis ganzen Tag.

ArtFreilichtmuseum
Gelände45 Hektar
Gebäudeüber 120
Zeitbedarfhalber bis ganzer Tag

Das Wichtigste in Kürze

  • 45 Hektar Gelände mit über 120 translozierten historischen Gebäuden
  • Baugruppen von Mainfranken über die Frankenhöhe bis Altmühlfranken
  • Funktionsfähiges Kommunbrauhaus mit regelmäßigen Brautagen
  • Bauhofstadel von 1441 mit rund 360 Quadratmetern stützenfreier Dachfläche
  • Eigene Baugruppe zum 20. Jahrhundert mit Stahlhaus und Behelfsheim

Ein Dorf, das es so nie gab

Das Fränkische Freilandmuseum ist kein nachgebautes Kulissendorf, sondern eine Sammlung echter Gebäude. Jedes Haus stand ursprünglich woanders in Franken, wurde dort Balken für Balken abgebaut, dokumentiert und in Bad Windsheim wieder aufgerichtet. Der Beschluss zur Gründung fiel im Juli 1976, ab Frühjahr 1979 wurde gebaut. Heute stehen über 120 Gebäude auf 45 Hektar.

Der Reiz liegt in der Dichte: Innerhalb einer Stunde läuft man an einem Jurahaus mit Kalkplattendach, einem Hopfengarten, einer Mühle und einem Behelfsheim aus der Nachkriegszeit vorbei. Solche Sprünge macht kein gewachsener Ort.

Die Baugruppen

Das Gelände ist nach Landschaften und Epochen gegliedert:

  • Eingangsbereich mit Wirtshaus und Korbmacherhaus
  • Regnitzfranken und Frankenalb im Osten mit Bauernhöfen, Mühle und Hopfengarten
  • Altmühlfranken im Süden mit den charakteristischen Jurahäusern und ihren Kalkplattendächern
  • Mainfranken und Frankenhöhe im Westen mit Höfen, Kommunbrauhaus, Jagdschlösschen, Schulhaus und Kapelle
  • 20. Jahrhundert mit Stahlhaus, Behelfsheim und Kriegerdenkmal
  • Industrie und Technik mit funktionsfähigem Ziegelofen samt Kran
  • Mittelalter mit Archäologiemuseum und Badhaus
  • Stadtbereich mit dem Bauhofstadel von 1441 mitten in Bad Windsheim und dem Kirchenmuseum

Der Bauhofstadel ist auch bautechnisch bemerkenswert: rund 360 Quadratmeter Dachfläche ohne Stützen, gehalten von einer mittelalterlichen Holzkonstruktion.

Praktische Planung

Das Museum ist ein Laufmuseum. Feste Schuhe, Sonnen- oder Regenschutz und genug Trinkwasser sind sinnvoller als jede App. Wer mit kleineren Kindern kommt, sollte den Tag um Pausen herum planen und sich auf drei oder vier Baugruppen konzentrieren, statt alles sehen zu wollen.

Bad Windsheim selbst ist Kurort, das heißt: Übernachtungsangebot und Gastronomie sind für einen Ort dieser Größe überdurchschnittlich. Ein Museumstag lässt sich deshalb gut mit einem Besuch in der Franken-Therme am Nachmittag verbinden, die nur wenige Minuten entfernt liegt.

Mehr aus der Region

Bad Windsheim liegt am Rand des Steigerwalds. Wer sich für fränkische Bau- und Alltagsgeschichte interessiert, findet Anschluss in unseren Artikeln zur Architektur in Franken und zum fränkischen Brauchtum.

Preise und Öffnungszeiten

Eintritt, Saisonzeiten und Veranstaltungstermine stehen auf der offiziellen Museumsseite. Wir geben sie hier nicht wieder, weil sie sich saisonal ändern.

Anfahrt und Parken

  • Mit dem Auto: Bad Windsheim liegt an der A 7 (Ausfahrt Bad Windsheim) rund 50 Kilometer westlich von Nürnberg und 45 Kilometer südöstlich von Würzburg.
  • Mit Bahn und Bus: Bahnhof Bad Windsheim an der Strecke Steinach bei Rothenburg - Neustadt an der Aisch, von dort zu Fuß oder mit dem Stadtbus.
  • Parken: Am Museumseingang stehen Besucherparkplätze zur Verfügung.
Übernachten in der Nähe

Unterkünfte rund um Bad Windsheim

Wer den Ausflug mit einer Übernachtung verbindet, sieht hier freie Unterkünfte in der Umgebung mit tagesaktuellen Preisen.

Wo wohnen: Steigerwald →

Unterkünfte in Bad Windsheim auf der Karte

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Kurz beantwortet

Freilandmuseum Bad Windsheim - häufige Fragen

Wie lange braucht man im Freilandmuseum Bad Windsheim?

Für einen ersten Überblick reichen zwei bis drei Stunden. Wer alle Baugruppen sehen, in die Häuser hineingehen und die Vorführungen mitnehmen will, ist locker einen ganzen Tag beschäftigt. Das Gelände ist 45 Hektar groß, es kommen also einige Kilometer zu Fuß zusammen.

Ist das Freilandmuseum bei Regen sinnvoll?

Nur eingeschränkt. Die Wege zwischen den Gebäuden verlaufen im Freien, das Museum lebt vom Gang über das Gelände. Die Innenräume der Höfe, das Kirchenmuseum und der Archäologiebereich bieten aber genug Trockenes, um einen Schauer zu überbrücken.

Was gibt es im Freilandmuseum für Kinder?

Kinder profitieren vom offenen Gelände, den begehbaren Häusern und den Tieren beziehungsweise Ochsengespannen auf dem Areal. Handwerks- und Brauvorführungen machen abstrakte Museumsthemen anfassbar. Feste Schuhe und Zeit zum Herumlaufen sind wichtiger als ein straffer Plan.

Was ist das Kommunbrauhaus im Museum?

Ein funktionsfähiges Gemeinschaftsbrauhaus, wie es früher in vielen fränkischen Dörfern stand: Die Bürger brauten dort reihum ihr eigenes Bier. Im Museum wird darin regelmäßig tatsächlich gebraut, das gehört zu den beliebtesten Vorführungen.

Wo liegt das Fränkische Freilandmuseum?

In Bad Windsheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken, gut erreichbar über die A 7 zwischen Würzburg und Nürnberg.