Die Grabsteine im südöstlichen Viertel sind einfach, relativ klein und abgerundet. Geht man im Uhrzeigersinn durch die Grabreihen, fallen die zunehmend größeren und reicher ausgestatteten Grabsteine auf. Teilweise sind sie reich mit Verzierungen und Symbolen geschmückt. Die Gräber im nordwestlichen Teil unterschieden sich von christlichen Gräbern lediglich durch den Davidstern und den hebräischen Schriftzeichen auf den Grabsteinen.
Da eine Umbettung oder Einebnung des Grabes der jüdischen Vorstellung von Auferstehung der Toten widersprechen würde, überlässt man die Gräber sich selbst und der Natur. Beeindruckt hat mich, wie oben auf einem sehr prunkvollen Stein ein Baum gewachsen ist und sich mit seinen Wurzeln rund um den Stein festhält. Auf dem toten Stein wächst Leben.
Der Friedhof strahlt auf den Besucher eine besondere Ruhe aus. Dies mag daran liegen, dass weite Teile des Friedhofs bewaldet sind. Die südliche Hälfte des Friedhofes erinnert mehr an einen Friedwald denn an einen Friedhof. Auch die nahegelegene Nürnberger Straße hört man auf dem Friedhof trotz des starken Durchgangsverkehres in Richtung Autobahn kaum. Diese außerordentliche Ruhe kannte ich bis dato noch nicht.