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Allgemeine Information über das Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge als eines der ältesten Gebirge Deutschlands gehört zu den Mittelgebirgen und liegt hauptsächlich in Oberfranken. Höchste Erhebung des Fichtelgebirges ist mit 1053 Metern der Schneeberg, weitaus bekannter sind jedoch der Ochsenkopf, der Nußhardt, die Kösseine und der Große Waldstein.

Grob gesagt liegt das Fichtelgebirge zwischen den Städten Hof im Norden, Weiden im Süden, Bayreuth im Westen und Eger in der Tschechischen Republik. Im Herzen des Fichtelgebirges liegt die Kreisstadt Wunsiedel mit der Luisenburg. Weitere Orte sind Marktredwitz, Marktleuthen, Arzberg, Röslau, Weißenstadt, Waldershof, Kirchenlamitz und Tröstau (alle am Oberlauf der Eger und der Röslau), ferner im Südosten und Süden Bischofsgrün, Fichtelberg, Nagel, Neusorg, Erbendorf, Wiesau und Fuchsmühl, im Westen Weidenberg, Creußen, Bayreuth, Bindlach und Bad Berneck, im Nordwesten Gefrees, Zell, Weißdorf, Münchberg (Obere Saale), sowie im Norden Selb, Rehau und Hof. Das Fichtelgebirge liegt hauptsächlich in den Landkreisen Bayreuth, Wunsiedel und Hof.

Morphologie des Fichtelgebirges

Morphologisch gesehen besteht das Fichtelgebirge aus mehreren zusammengesetzten Gebirgszügen, die hufeisenförmig gelagert sind. Oft wird daher vom Fichtelgebirgs-Hufeisen gesprochen. Im Wesentlichen sind das das hohe Fichtelgebirge mit dem Schneeberg, dem Ochsenkopf und dem Kösseinestock, der nördliche Gebirgszug mit dem Waldstein, dem Epprechtstein und dem Kornberg, der südliche Teil mit dem Steinwald, dem Reichsforst und dem Kohlberg und die innere Fichtelgebirgshochebene.

Wasserläufe durch das Fichtelgebirge

Aufgrund der Tatsache, dass im Fichtelgebirge vier bedeutende Flüsse entspringen, die in alle vier Himmelsrichtungen abfließen, sprach man früher vom „Nabel Deutschlands“ oder dem „Herzbrunnen Europas“. Im Einzelnen sind dies nach Norden die Saale, nach Osten die Eger, nach Süden die Naab und nach Westen der Weiße Main. In Bayreuth vor dem Neuen Schloss steht ein Brunnen, der diese vier Flüsse abbildet.

Zahlreiche Moore und Sümpfe sind wertvolle Wassersammler. Mittlerweile stehen sie allesamt unter Naturschutz. Durch das Fichtelgebirge läuft die europäische Hauptwasserscheide, die den Zufluß zu Nordsee und Schwarzem Meer trennt.

Geologie und Alter

Geologisch besteht das Fichtelgebirge im Wesentlichen aus Granit und gehört zu den ältesten Gebirgen überhaupt. Die Geschichte des Fichtelgebirges beginnt im Präkambium vor etwa 750 – 800 Millionen Jahren, im Vergleich dazu wirken die Alpen mit einer Entstehung vor ca, 30 – 35 Millionen Jahren fast jugendlich.

Bergbau im Fichtelgebirge

Im Fichtelgebirge wurde bereits im frühen Mittelalter Bergbau betrieben. Gold, Zinn, Minerale, Eisen, Steine und Erden wurde abgebaut, in neuer Zeit wurde Uran in Uranlagerstätten entdeckt. Die Verarbeitung der Metalle erfolge in Schmelzöfen und Schmiedebetrieben sowie in zahlreichen Hammerwerken. Noch heute enden viele Ortsnamen auf den Begriff Hammer (z. B. Frankenhammer oder Knopfhammer). Die notwendige Kohle für die Verhüttung lieferten die Wälder des Fichtelgebirges, indem das geschlagene Holz zu Kohle in vielen Meilern verarbeitet wurde. Mit Ende des 30-jährigen Krieges ging auch der Bergbau durch die Ausbeutung zu Ende, Alexander von Humboldt versuchte, den Bergbau im 18. Jahrhundert nochmals zu beleben. Die Orte Wunsiedel, Weißenstadt, Arzberg, Goldkronach oder Fichtelberg-Neubau wurden durch den Bergbau im Fichtelgebirge gegründet.

Einen Einblick in die Bergbaugeschichte des Fichtelgebirges kann man im Besucherbergwerk Gleissinger Fels bei Fichtelberg-Neubau , im Besucherstollen Schmutzler bei Goldkronach, im Goldbergbaumuseum in Goldkronach, in der Bergbauausstellung im Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel oder in der Bergbau-Infostelle in Arzberg gewinnen.

Wirtschaft und Tourismus im Fichtelgebirge

Neben der international bekannten und deutschlandweit führenden Porzellanindustrie mit dem Zentrum in Selb werden an zahlreichen Orten im Fichtelgebirge Glaswaren erzeugt. Der Bergbau ist nur noch von historischem Interesse.

Das Fichtelgebirge hat sich in den letzten Jahren zu einer führenden Wintersportregion in Deutschland herausgebildet, mehrere Ski-Lifte und eine schier unüberschaubare Anzahl an Langlauf-Loipen bilden die Grundlage für ein Schneevergnügen für Jung und Alt. Wobei aber der Tourismus im Fichtelgebirge eine lange Tradition aufweisen kann. Seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts reisen Touristen nach Bischofsgrün oder in die alten Kurorte wie Fichtelberg, Bad Berneck oder Bad Alexandersbad. Heute sind diese Orte moderne Kurorte mit besuchenswerten Thermalbädern und Kureinrichtungen.

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