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Allgemeines über Oberfranken

Oberfranken ist einer der drei fränkischen Regierungsbezirke in Bayern und ist nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Bezirk Oberfranken. Es liegt im Nordosten Bayerns und grenzt an Sachsen, Thüringen, Unterfranken, Mittelfranken und an die Oberpfalz. Außerdem gibt es eine Außengrenze zur Tschechischen Republik.

Oberfranken hat eine Fläche von 7231 km² und 1,1 Millionen Einwohner. Damit kommen ca. 153 Einwohner auf den Quadratkilometer. Eine Besonderheit Oberfrankens ist die große Anzahl an Städten. Es gibt kaum eine Region in Deutschland, die so viele Städte aufweisen kann wie Oberfranken.

Wirtschaft in Oberfranken

Oberfranken ist einer der wichtigsten Standorte der deutschen Automobil-Zulieferindustrie. Ferner zählt der Raum HofBayreuth – Kulmbach zu den wichtigsten Textilzentren Deutschlands, der Landkreis Wunsiedel ist das Zentrum der deutschen Keramikindustrie. (Haushaltsporzellan, Hotelporzellan und technische Keramiken), der Raum Lichtenfels - Coburg ist Zentrum der deutschen Polstermöbelindustrie. Was den wenigsten bekannt ist, Oberfranken hat die drittgrößte Industriedichte Europas. Ein weiteres herausragendes Standbein der oberfränkischen Wirtschaft ist das Brauereiwesen. Es gibt keine Region weltweit, die eine höhere Brauereidichte aufweisen kann, als Oberfranken. Die Gemeinde Aufseß im Landkreis Bayreuth mit 1500 Einwohnern hat 4 Brauereien und steht damit als Gemeinde mit der höchsten Brauereidichte im Guinness Buch der Rekorde.

Klima und Menschenschlag

Blühende Bäume im Frühling in Oberfranken
Blühende Bäume im Frühling in Oberfranken
Der Ochsenkopf / Oberfranken im Winter
Der Ochsenkopf / Oberfranken im Winter
Ein fränkisches Wintermärchen im Fichtelgebirge
Ein fränkisches Wintermärchen im Fichtelgebirge

Das Klima in Oberfranken könnte unterschiedlicher kaum sein. In der südlichen fränkischen Schweiz im Landkreis Forchheim liegt das größte europäische Kirschenanbaugebiet. Die warme Sonne im Frühjahr und das relativ ausgeglichene Klima im Jahreslauf begünstigt den Anbau von Obst und Gemüse. Im krassen Gegenteil präsentiert sich das Klima im Fichtelgebirge und im Frankenwald. Lange, strenge Winter mit Frost bis -25°C und viel Schnee bis in den April hinein machen den Anbau von vielen Obst und Gemüsesorten wie Tomaten, Aprikosen, Wein und dergleichen im oberfränkischen Freiland nahezu unmöglich. Hof ist im Jahresmittel die kälteste Stadt Deutschlands, manche Spötter sprechen auch von bayerisch Sibirien. Dafür bietet das Fichtelgebirge und der Frankenwald hervorragende Wintersportmöglichkeiten. Egal, ob Sie sich für Ski-Alpin, Langlauf, Snowboarden oder Rodeln interessieren, bei uns in Oberfranken finden Sie die besten Voraussetzungen zur Ausübung Ihres Sports.

Was den Menschenschlag angeht, hat das Klima einen erheblichen Einfluß auf die Mentalität der Leute. Sind die Bewohner in der fränkischen Schweiz offen und Neuerungen eher zugänglich (sofern das bei einem Franken überhaupt möglich ist), sind die Bewohner in den rauen Gegenden des Fichtelgebirges oder des Frankenwaldes eher wortkarg, verschlossen und nicht gerade gesellig. Häuser, die rundherum mit blau-schwarzem Schiefer verkleidet sind, verbreiten nicht gerade eine mediterrane Atmosphäre. Eine Gaststube wird als überfüllt angesehen, wenn an jedem Tisch mehr als eine Person sitzen. Der Dialekt, von Einheimischen mit Hingabe gepflegt, wird von vielen Zugezogenen schlicht nicht verstanden. Die „Ureinwohner“ schert es nicht und so bleiben in manchen Orten fast nicht zu überbrückende Sprachbarrieren und damit Integrationsprobleme fränkischer Art. Man muß sich schon ein bisschen bemühen, um das Herz eines Oberfrankens zu gewinnen. Schließlich folgt man in Oberfranken noch alten Regeln und Ritualen. Wer zuerst da war, hat die älteren Rechte. Der Lohn der Mühe ist aber dafür umso reichlicher. Freundschaften halten oft über den Tod hinaus und man kann sich sicher sein, dass die Freunde wie ein Fels aus härtestem Fichtelgebirgsgranit zu einem stehen. Egal was kommt. Mit ihrer liebenswürdigen störrisch, bockigen Art haben Oberfranken sich ihre Eigenheiten über die Jahrtausende bewahrt. In Oberfranken gab es nur Oberfranken, keine Römer mit Ihrem modernen Schnickschnack wie Wein oder Thermalbädern oder sonstigen Einwanderern. Der Limes verläuft südlich von Oberfranken,, in Weißenburg sind großartige römische Ausgrabungen zu besichtigen.

Verkehrsinfrastruktur

Oberfranken ist seit dem Fall des eisernen Vorhangs wieder in die Mitte Europas gerückt, was sich in der Anbindung an die internationalen Verkehrswege bemerkbar macht. Eine besonders große Anzahl an Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen wurde im Zuge der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit realisiert.

Oberfranken wird im Bereich der Fernstraßen von der Autobahn A9 Berlin – München in Nord – Süd – Richtung, der A70 von Bayreuth nach Würzburg in Ost – West – Richtung, der A73 Bamberg – Nürnberg (Frankenschnellweg), der A93 von Hof nach Regensburg, sowie der A72 von Hof nach Dresden erschlossen. Daneben gibt es ein weit verzweigtes Bundesstraßennetz, insbesondere im Bereich der fränkischen Schweiz, dem Frankenwald und dem Fichtelgebirge.

Das Schienennetz beschränkt sich auf die Hauptlinie von München nach Berlin, die über Nürnberg, Bamberg und Lichtenfels nach Saalfeld führt.

Der Main ist ab Bamberg stromabwärts nach Schweinfurt, Würzburg, Frankfurt bis zur Mündung in den Rhein schiffbar und ab Bamberg schließt der Main-Donau-Kanal die Lücke zwischen Main und Donau.



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