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Auf den Spuren des alten Ludwig-Donau-Main Kanals in Franken

Blick vom Kanalbett zur Schleusenkammer Nr. 94
Blick vom Kanalbett zur Schleusenkammer Nr. 94
In der Schleuse Nr. 94 des Ludwig-Donau-Main-Kanals
In der Schleuse Nr. 94 des Ludwig-Donau-Main-Kanals
Blick von oben in die Schleuse Nr. 94
Blick von oben in die Schleuse Nr. 94
Maurerarbeiten im Detail
Maurerarbeiten im Detail

zwischen Forchheim und Eggolsheim direkt an der Bundesstraße findet man diese Kostbarkeit. Die alte Schleuse Nummer 94 des Ludwig-Donau-Main-Kanals. Sie ist eine der wenigen erhaltenen Schleusen auf der Strecke Nürnberg in Richtung Bamberg. Viele dieser alten Schleusen mussten entweder dem neuen Europakanal bzw. dem Frankenschnellweg weichen.

Hier kurz vor Forchheim wurde zwischenzeitlich diese Kostbarkeit freigelegt und vom Gestrüpp befreit. Ebenso wurden Teile des alten Kanals freigelegt, so dass man deutlich sein altes Bett erkennen kann. Irgendwie fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt.

Auf der Kanalstrecke zwischen Bamberg und Kehlheim waren 100 dieser Schleusen notwendig um den fränkischen Jura zu überwinden. Jede Schleuse hatte eine Hubhöhe von 4m und ca. 40 Meter Länge. Im Vergleich: Heutige Schleusen am Main-Donau-Kanal haben eine Hubhöhe von ca. 5 Meter in Forchheim bis zu 24,93 Meter an den Schleusen Leerstetten, Eckersmühlen und Hiltpoltstein. Eine jeweilige Nutzlänge von 190m, so dass entweder ein zweigliedriger Schubverband mit 185m oder zwei Gütermotorschiffe von 190m geschleust werden können.

Wer einmal in der Nähe von Forchheim ist, sollte sich diese Schleuse anschauen.

Der Ludwig-Donau-Main-Kanal geht von der Idee her auf Kaiser Karl den Großen zurück, der die europäische Wasserscheide überwinden wollte und eine Verbindung von Nordsee und Schwarzem Meer herstellen wollte. So sollte es möglich sein, den Rhein stromaufwärts, durch den Main bis Bamberg, dann entlang des neu zu bauenden Kanals bis in die Donau und dann wieder stromabwärts bis ins Schwarze Meer zu gelangen.

So griff kurz nach Thronbesteigung König Ludwig I den über tausend Jahre alten Plan Karls des Großen wieder auf und ließ 1825 mit einer Vorstudie die Machbarkeit prüfen. 1832 lag die Ausarbeitung und die Machbarkeitsstudie vor, 1834 wurde mit den Vorarbeiten wie Klärung von Eigentumsfragen etc. begonnen. Der eigentliche Bau des Kanals begann 1836 und bereits zehn Jahre später, 1846, wurde der Kanal offiziell eingeweiht.

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